Samstag, 19. Dezember 2009

Schneetreiben

Schnee kam herunter, blieb liegen, und ich war auch in selbigem heute Abend spazieren. In dem Schneetreiben tauchten dann zwischendurch sehr grimmige, verfrorene Gesichter auf - und dann war ein anderes dort - das lächelte und diesen zwirbeligen Schnee mochte - wie ich auch. Drei Sekunden das Gefühl mit dieser Person rebellierte ich lächelnd.

Dienstag, 3. November 2009

Wie man sich bettet...

...so liegt man, sagt der Volksmund. Ich sage, wenn man sich nicht bettet, liegt man nicht und kann sich auch nicht so gut erholen. Deshalb lohnt es sich, die Bettwäsche öfter mal zu wechseln, sich in die frischen Laken zu werfen und mit der Hingabe eines Betenden zu schlafen. Schlaf ist zwar kein Gebet, setzt aber ganz ähnliche Dinge voraus: Den Glauben bzw. das Vertrauen, dass Gott sich um mich kümmert und über mir wacht. Ich bete, "Unser tägliches Brot gib uns heute". Ich schlafe, denn ich kann meiner Körpergröße keine einzige Elle hinzufügen, wenn ich mir Sorgen mache. Das ändert nichts. Vertrauen auf Gott versetzt Berge und manchmal wacht man an einem anderen Ort auf als dort, wo man eingeschlafen ist. Denn der Herr schenkt es den Seinen auch manchmal im Schlaf. Und mir ist das schon einmal passiert: Denn ich habe einen Traum...

Bewegung

Eine Bewegung ist in Bewegung. Das ist das Wesen einer Bewegung. Etwas, das nicht mehr lebt, bewegt sich nicht. -273,15°C ist der absolute Nullpunkt. Da bewegt sich dann nichts mehr. Diese Temperatur ist aber kaum mess- oder erreichbar. Interessant, oder? Überall steckt noch ein bißchen Leben drin, auch wenn man es schon fast nicht mehr wahrnehmen kann.

Montag, 23. März 2009

Zeit ist relativ

...zumindest denke ich das, wenn ich von einem Wochenende zurückkomme, welches so intensiv und voll ist, dass es auch (etwas entspannter) viel mehr Zeit füllen könnte.
Aber es ist gut...wenn man quasi dabei ist, wie eine Bewegung wie die Jesus Freaks erwachsen wird und sich neu strukturiert und das Ergebnis ist gut und sehr sehr spannend...den die Umsetzung folgt noch.

Gott liebt seine Freaks, seine Kinder, seinen Leib und deshalb ist er dabei und hat soviel geschenkt...und wird weiter seine Hand über uns halten.
Wenn man dann da ist und sieht wie ein Streben nach Einheit, die aus Menschen heraus in dieser Form fast unmöglich ist, trotzdem da ist und Einheit auch dort entsteht...dann ist das für mich ein Wunder, weil Gott das (fast) Unmögliche möglich macht.

Amen dazu.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Schreiben sollte man...

...nur, wenn man etwas zu sagen hat. Ist das denn nun der Fall? Die Einschätzungen werden ganz unterschiedlich ausfallen - je nachdem, ob jemand das Geschreibsel für den Lesenden als auch den Schreibenden als reine Zeitverschwendung erachtet oder nicht.
Zeitverschwendung ist es, wenn es z.B. gelesen wird, aber nicht wahrgenommen. Dann ist es wie das Blatt, das vom Baum fällt...mitten in einer Kaskade von anderen Blättern - und das Pech hat, nicht spezifisch entdeckt zu werden.
Wenn dieses Blatt nun nicht fiele, es sich kategorisch weigern würde zu fallen...ja, was? Dann könnte sich eine Art Revolution der Verweigerung unter den Blättern ausbreiten...welche katastrophalen Auswirkungen sich im Verlauf der Zeiten ergeben würden, kann man sich mit ein bißchen Phantasie gut ausmalen.
Würde nun der Schreibende oder der Lesende sich kategorisch weigern zu lesen und darüber nachzudenken, dann wären die Folgen dramatisch. Eine Demokratie ohne Denkende ist unmöglich. Es wird zu einer Diktatur. Der freie Wille wird nicht verletzt...aber es gibt ihn dann einfach nicht mehr.
"Ich denke, also bin ich", sagte ein Denker einmal.
"Ich lese, also bin ich", sage ich. Wer hat nun recht? Beide. Oder nicht? Oder doch? Aber...

(Dieser Beitrag unter dem Label Schlafmangel, weil ich zwar gerade gut schlafe, es sich aber so anhört, als hätte ich seit einer Woche keine Auge mehr zugetan.)

Sonntag, 28. Dezember 2008

Wie ist es, wenn man auf einem Katapult festgebunden ist?

Hallo zusammen,

wie auch ich habt ihr alle den 24. Dezember plus Feiertage erlebt. Für manche war es ruhig und besinnlich - für andere nur eines oder keines von beiden - oder sogar Schlimmeres.
Die Erwartungen sind groß. Und jedes Jahr geben Millionen von Menschen Milliarden für den Transport und Reisen zu ihren Familien aus, für Geschenke und für Telefongespräche an diesem einzigen Tag von allen 365 Tagen im Jahr.
Es ist so, als würde sich die gesamte westliche Zivilisation kollektiv auf ein Katapult setzen, sich festbinden und darauf warten, dass nichts passiert. Natürlich passiert irgendetwas, denn schließlich ist es ein Katapult. Ist das nun Dummheit - oder einfach sehr menschlich?
Stille Nacht, heilige Nacht...Still? Nun gut, die Hoffnung stirbt zuletzt. In dieser Nacht wurde sie geboren - die Hoffnung. Gut so.
Sonst wäre das mit dem Katapult auch völlig sinnfrei.
Und was denkt ihr?

Montag, 27. Oktober 2008

Minesweeper

...habe soeben im Kriegsgebiet 99 Sprengminen erfolgreich mit meinen grauen Zellen deaktiviert und entfernen können.

Bitte um Erlaubnis wegtreten zu dürfen.
(Es wartet Lachs im Blätterteig auf mich!)

Samstag, 18. Oktober 2008

WER IST GOTT?

GOTT ist JWHH, er ist der HERR, der Richter.
Er ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, er ist der Gott Israels und seiner Vorfahren und seiner Nachfahren.

Er ist Friede und Rettung, er ist der Allmächtige.

Er ist.


GOTT ist Rettung, Gott ist mit uns,

Gott ist Vater.

Gott ist der Gesalbte.

Er ist.

Gott ist Wort, Rede, Grund, Gedanke. Gott ist logos.
Gott ist Licht – Licht des Lebens.
Er ist.

Gott ist monogenes – einzig in seiner Art.
Gott ist Lehrer. Sohn des Menschen und Sohn Gottes.
Er ist.

Er ist der gute Hirte. Er ist der Weinstock.
Er ist der Weingärtner.

Er ist.

Er ist der Löwe vom Stamme Juda.
Er ist das Lamm, das für uns geschlachtet wurde.
Er ist der Hochgelobte. Er ist der letzte Adam.
Er ist wirklich.

Er ist der zur Unterstützung Herbeigerufene, der Beistand, der Fürsprecher und Helfer.
Er ist der Vater der Erbarmungen. Er ist der Gott allen Trostes.
Er ist vor allem Vater.

Er ist der Erstgeborene aus den Toten – der Erstling aller Entschlafenen.
Er ist der König der Juden. Er ist der Hüter Israels, seines Volkes.
ER ist der Herr der Herren.
Er ist König.

Er ist der Gott des Himmels, der Gott meiner Väter, er ist der Herr der Könige.
Er ist der lebendige Gott. Er ist der Himmlische. Er ist der Gott des Wissens.
Er ist der Starke Jakobs, der Mächtige Israels.
Er ist.

Gott ist meine Gnade, meine Burg, meine Zuflucht, mein Erretter, mein Schild.
Er ist meine Gerechtigkeit und er ist gerecht.
Die Weide der Gerechtigkeit. Er ist der Herr der Hoffnung.

Gott ist der König der Zeitalter und der Retter aller Menschen.
Er ist Herr der Ernte und Herr des Sabbats. Er ist der Höchste. Er ist der ewig Lebende, Vater der Ewigkeit, der Alte an Tagen.

Er ist wunderbarer Ratgeber, stark, Fürst des Friedens, der Retter.
Er ist Herr der Durchbrüche. Er ist das Brot des Lebens.
Er ist der Heilige. Er ist die Wahrheit.

Er ist das Brot des Lebens. Er ist Israels Ruhm, er ist der Herr der Heerscharen.
Er ist der Gott der Schlachtreihen Israels. Er ist Jakobs Anteil und der Fels Israels.
Er ist der König der Nationen.
Er ist der Nationen Regenspender.

Gott ist das Licht der Welt.
Er ist der Retter in der Zeit der Bedrängnis.
Er ist die Quelle lebendigen Wassers.
Er ist gerechter Vater.

Er ist der Gott allen Fleisches.
Er ist der Sproß der Gerechtigkeit. Er ist der Vater der Geister. Er ist die Hoffnung Israels. Er ist die Hoffnung der Herrlichkeit.

Er war, der er war.
Er ist, der er ist.
Er wird sein, der er sein wird.

Er ist derselbe – gestern, heute und in alle Ewigkeit.

Montag, 1. September 2008

Jesus bei Sam zu Besuch

An einem dieser selten schönen Herbsttage kam Jesus mit seinen Freunden in den Ruhrpott. Als die Sonne an diesem Tag in einem glühend-blassen Abendhimmel unterging, sagte Jesus: "Ich möchte einen Kumpel besuchen gehen. Er heißt Sam und wir haben früher schon einmal miteinander geredet. Ihr könnt solange hierbleiben und euch um die Kinder kümmern, die auf den Straßen herumlaufen."

Ein, zwei andere Leute, die auch in der Nähe herumstanden und schonmal von Sam gehört hatten, guckten recht pikiert. Ein junger Typ, der sich selber ziemlich cool fand, war sogar hörbar angepisst: "Da habe ich 'diesen Messias' in unseren Club eingeladen, um ihm mal zu zeigen, was so richtig Sache ist, und stattdessen lädt der sich freiwillig bei diesem Abschaum ein! Ist das zu fassen?". Und Jesus hörte es und redete mit ihnen: "Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder" (Mk 2,17).

Dann ging Jesus dort weg; spazierte gemütlich durch den Stadtpark, musste lachen, weil der Vater ihm einen Witz über Wale erzählte. Ein paar enge Straßen weiter, schob er eine grau-grüne Haustür auf, lief ein paar Stufen hoch und klopfte an Sams Wohnungstür.

"Hallo Sam!", sagte Jesus, "hast du ein Bierchen für mich? Ich will heute mit dir zusammen sein."

Sonntag, 17. August 2008

Loslassen...

...wenn man nicht mehr kämpfen will, muss der Schild losgelassen werden. Wenn man aufhört Mauern zu bauen, muss ein Tor eingesetzt werden. Wenn die Gedanken nicht eingeschlossen bleiben dürfen, braucht es einen Generalschlüssel.

Ich bin.
Ich darf sogar sein.
Ich darf unglaublicherweise loslassen.

Jetzt bin ich gespannt, was Gott so tut, wenn ich loslasse. Wird Gott dieses extra Gewicht tragen und sogar erleichtern? Wird der Vater im Himmel sich darum kümmern?
Wer wird seinen Kindern Krümel geben, wenn er Brot hat? Wer wird seinem Kind eine Schlange geben, wenn es nach einem Fisch fragt?

Gott ist kein Sadist und kein Zyniker. Er ist Freund. Mein Freund wird mich nicht verlassen. Nein, er wird mir helfen, ganz ich zu sein und ganz frei von mir selbst.

Ich bin gespannt. Ich warte darauf. Ich brauche es.

*Amen*